Ostermunzel, 20.10.2026, 12:44 Uhr – Automatischer Notruf – ohne Sprechkontakt

Am Dienstagmittag wurden die Ortsfeuerwehren Groß Munzel, Holtensen und
Barsinghausen um 12:44 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 253 zwischen
Ostermunzel und Dedensen alarmiert. Grund für die Alarmierung mit dem Stichwort
„hm1“ war ein durch ein Smartphone automatisch ausgelöster Notruf ohne
Sprechkontakt (ANR).






Bereits auf der Anfahrt erhielten die Einsatzkräfte die Information von der Leistelle, dass
der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt sei. Aufgrund der gemeldeten Lage befand
sich auch der Rettungshubschrauber Christoph 4 im Anflug auf die Einsatzstelle.
An der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass ein Pkw zunächst einen Baum gestreift
hatte und anschließend frontal mit einem weiteren Baum kollidiert war. Das Fahrzeug
wurde durch den Aufprall stark beschädigt. Der Fahrer war vermeintlich im Fußraum
eingeklemmt und die Fahrertür ließ sich aufgrund der starken Verformungen nicht mehr
öffnen.
Die Feuerwehr sicherte zunächst das Unfallfahrzeug, um eine sichere und möglichst
schonende Rettung zu ermöglichen. Mithilfe eines hydraulischen Spreizers wurde die
Fahrertür entfernt und so ein Zugang zum eingeklemmten Fahrer geschaffen.
Anschließend konnte der Fahrer mittels Spineboard aus dem Fahrzeug gerettet und zur
weiteren medizinischen Versorgung an den Rettungsdienst übergeben werden.
Parallel zu den Rettungsmaßnahmen stellten die Einsatzkräfte den Brandschutz sicher,
führten das Batteriemanagement am Unfallfahrzeug durch und streuten ausgelaufene
Betriebsstoffe ab.
Im weiteren Einsatzverlauf traf auch die Verkehrsunfallforschung der Medizinischen
Hochschule Hannover (MHH) an der Unfallstelle ein, um den Unfallhergang zu
untersuchen.
Die Kreisstraße 253 blieb während der gesamten Rettungs- und Einsatzmaßnahmen
vollständig für den Verkehr gesperrt.
Insgesamt waren die Ortsfeuerwehren Groß Munzel, Holtensen und Barsinghausen mit
25 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen vor Ort. Ebenfalls an der Einsatzstelle befand
sich der stellvertretende Stadtpressesprecher der Stadtfeuerwehr Barsinghausen.
Seitens des Rettungsdienstes waren ein Rettungswagen (RTW), ein
Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) sowie der Rettungshubschrauber Christoph 4 im Einsatz.
Darüber hinaus waren die Polizei und die Verkehrsunfallforschung der Medizinischen
Hochschule Hannover vor Ort.
Bilder & Text: Malte Westerschell | Stv. Stadtpressesprecher der Stadtfeuerwehr Barsinghausen


